Archive for October, 2007

Lügen haben kurze Beine

Lügen haben kurze Beine Cover

Titel: (Original): Lügen haben kurze Beine (Big Fat Lair)
Genre: Comedy
Produktion: USA 2002
Regie: Shawn Levy
Darsteller: Frankie Muniz, Paul Giamatti, Amanda Bynes, Lee Majors, …
Musik: Christophe Beck
FSK: ab 6 Jahren
Länge: 85 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS, SDDS
Starttermin: 22.05.2003 (Videopremiere)

Inhalt
Jason (Frankie Muniz, Malcom mittendrin (TV), Deuces Wild / Agent Cody Banks) hat es nicht so mit der Wahrheit. Warum sollte man auch ehrlich sein, wenn eine kleine Lüge zur rechten Zeit großen Ärger verhindert? Also beschwindelt er seine Eltern und Lehrer und mogelt sich durch so manche unangenehme Situation. Doch als eines Tages seine Schwindeleien bei den Lehrern auffliegen wird Jason zur einer Strafarbeit verdonnert. Er soll innerhalb von drei Stunden eine Geschichte mit mindestens 1000 Wörtern schreiben - wenn nicht darf Jason nicht mit ins “Summer-Camp” fahren, sondern muss zur “Summer-School”. Also macht sich Jason an die Arbeit und schreibt eine Geschichte namens “Big Fat Liar”.

Doch auf den Weg zur Schule baut er einen Unfall mit dem Filmproduzent Marty Wolf (Paul Giamatti, Verhandlungssache / Der Soldat James Ryan). Dieser ist bereit Jason, als Art Wiedergutmachung, bis zur Schule mitzunehmen. Doch dabei verliert Jason seinen Aufsatz und als er versucht seiner Lehrerin und seinen Eltern das klar zu machen glaubt ihm keiner mehr, denn dafür hat Jason einmal zu oft abenteuerliche Geschichten erzählt. Als er ein paar Tage später eine Werbung für den neuen Blockbuster “Big Fat Liar” im Kino sieht, glauben ihm seine Eltern immer noch nicht. Also macht sich Jason zusammen mit seiner Freundin Kaylee (Amanda Bynes) auf den Weg nach Hollywood um aus Marty die Wahrheit herauszubekommen - und dafür sind manchmal drastische Maßnahmen notwenig….

Review
Für Frankie Muniz, den viele vielleicht aus der Fernsehserie “Malcom mittendrin” kennen, ist “Lügen haben kurze Beine” der erste Kinofilm seiner Karriere. Und man muss sagen ihm gelingt sein Sprung auf den “Big Screen” sehr gut, denn der Film ist sehr gute Unterhaltung für die ganze Familie. Bei den Eltern kommt so mancher Gedanken an die eigene Kindheit und Lügengeschichten auf und für die Kinder ist der Film sicherlich sehr unterhaltsam und eine echte Alternative für so manch’ sinnlosen Actionfilm.

Nett sind in “Lügen haben kurze Beine” sicherlich auch die Gastauftritte und Cameorollen von Lee Major (Der Sechs Millionen Dollar Mann (TV), Ein Colt für alle Fälle (TV)) oder Jaleel White (Steve Urkel aus Alle unter einem Dach (TV)). Aber auch die netten kleinen Einblicke hinter die Kulissen der Universal Studios sind ganz interessant, auch wenn hier sicherlich ein anderes Bild im Film vermittelt wird, als es in Wirklichkeit ist.

Technisch ist diese temporeiche Komödie solide umgesetzt worden. Verfeinert wird der ganze Film noch mit einem unterhaltsamen Soundtrack - alles in allen sicherlich kein Meisterwerk, aber dennoch sehr witzig.

Von Frank Muniz werden wir sicherlich in der nächsten Zeit noch mehr hören, denn ich persönlich finde ihn sehr sympathisch und aus ihm könnte noch mal ein erfolgreicher Schauspieler werden. Sein nächster Film ist bereits in den USA gestartet und nennt sich “Agent Cody Banks” und ist eine Art Mixtur aus James Bond und den Spy Kids.

Für Regisseur Shawn Levy ist “Lügen haben kurze Beine” der dritte Kinofilm seiner Laufbahn. Er hat bereits bei einigen Fernsehserien (wie z.B. “Lassie”) Regie geführt. Sein neuster Film ist die Komödie “Voll verheiratet” mit Ashton Kutcher und Brittany Murphy in der Hauptrolle.

Fazit
Familienfreundliche Unterhaltung - mit einem positiven Nebeneffekt!

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Dante’s Peak

Dantes Peak Cover

Titel: (Original): Dante’s Peak (Dante’s Peak)
Genre: Action-Drama
Produktion: USA 1997
Regie: Roger Donaldson
Darsteller: Pierce Brosnan, Linda Hamilton, Jamie Renae Smith, Jeremy Foley, …
Musik: John Frizzell & James Newton Howard
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 112 Min.
Ton: Dolby Digital | DTS
Starttermin: 10.04.1997

Inhalt
Willkommen in Dante’s Peak: Einem kleinen 8.000 Seelen Ort mitten in der idyllischen Bergwelt der nördlichen Cascades. Als Wissenschaftler in der Nähe von Dante’s Peak ungewöhnliche seismische Aktivitäten messen, soll Vulkanologe Harry Dalton (Pierce Brosnan) Vorort genauere Untersuche machen.

Zusammen mit seinem Team untersucht er den schlafenden Riesen und stellt erste Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch fest. Zusammen mit der Bürgermeisterin Rachel Wando (Linda Hamilton) versucht er die Stadt zu warnen, doch die anderen Bürger glauben nicht an die Schreckensmeldung.

Zu viel Geld und zu viel wirtschaftliches Interesse stehen auf dem Spiel und auch Harrys Chef Dr. Paul Dreyfuss (Charles Hallahan) glaubt nicht an eine Eruption des Vulkans. Er zieht sogar sein Team aus Dante’s Peak ab. Nur Harry bleibt, denn er glaubt, dass der Vulkan jederzeit ausbrechen kann - und wird…

Review
Katastrophenfilme treffen bestimmt nicht immer den Geschmack des breiten Publikums. Ich persönlich zähle allerdings zu einem Fan dieses Genres und freute mich daher sehr auf diesen Film. Der Trailer machte großen Appetit auf den Film und so saß ich erwartungsvoll im Kino und hoffte auf beste Unterhaltung. Mit dem Ergebnis von Regisseur Roger Donaldson war ich allerdings (nach dem ersten Kinogang) nicht ganz zufrieden, denn ich hatte mir von Film mehr Action erhofft.

Die erste Hälfe des Films beschäftigt sich mit der Vorgeschichte und nur in der letzten Hälfte lässt Regisseur Donaldson sein Effektgewitter auf den Zuschauer los. Die Gewichtung gefiel mir im ersten Augenblick nicht besonders gut und ich verließ etwas enttäuscht das Kino. Mit großer Hoffnung wartet ich auf den zweiten “Vulkan”-Film (gemeint ist “Volcano”), der bereits im Herbst in den deutschen Kinos anlaufen sollte.

Jedoch änderte sich meine Ansicht über den Film, als ich ihn mir ein zweites Mal anschaute (und zu diesem Zeitpunkt auch den Film der Konkurrenz kannte). Roger Donaldson geht in seinem Film sehr wissenschaftlich vor und versucht dem Publikum das Thema Vulkane und die damit verbundenen Gefahren auf einem sehr wissenschaftlichen Level näher zubringen. Die Actionszenen bzw. Katastrophenszenen nutzt er dabei nur um auf die ungeheure Zerstörungskraft solcher Vulkane hinzuweisen.

Diese wissenschaftliche Betrachtung lernte Regisseur Donaldson bereits als Geologie-Student am College. Doch dieses Grundwissen reichte ihm nicht aus und so recherchierte es weiter, um seinen Film so glaubwürdig wie möglich zu machen. Bei einigen Aspekten ist ihm das sicherlich gelungen, andere Stellen dagegen wirken etwas unglaubwürdig und manchmal auch etwas lächerlich (zum Beispiel die Szene, in der Brosnan versucht mit seinem Auto über die Lava zu fahren).

Das Drehbuch schrieb Leslie Bohem, der bereits für den Katastrophenfilm “Daylight” (mit Sylvester Stallone) das Drehbuch schrieb. Für die Spezialeffekte setzt man auf eine Kombination aus Modellen und Computereffekten. Die visuellen Effekte stammen dabei aus den Effekthäusern Digital Domain, CIS Hollywood und Cinesite (Hollywood). Auch für die Außenaufnahmen benutzte man moderne Computereffekte, denn der Vulkan und Teile der Berglandschaft wurden nachträglich in den Film kopiert.

Für Fans von Katastrophenfilmen wie “Twister” (1996) ist “Dante’s Peak” sicherlich sehr empfehlenswert. Alle anderen Kinogänger sollten gewarnt sein, das trotz (oder gerade wegen) der wissenschaftlichen Betrachtung, die Handlung sehr trocken und ein wenig flach wirkt. Letztendlich fand ich den Film - trotz meiner anfänglichen Enttäuschung - unterhaltsam und kurzweilig.

Fazit
Solider Katastrophenfilm mit einem gewissen Unterhaltswert - aber vielleicht etwas zu wenig Action.

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