Archive for November, 2007

The Transporter

The Transporter Cover

Titel: (Original): The Transporter (Le Transporteur)
Genre: Action
Produktion: Frankreich / USA 2002
Regie: Louis Leterrier & Corey Yuen
Darsteller: Ric Young, Jason Statham, Qi Shu, Matt Schulze, …
Musik: Stanley Clarke
FSK: ab 16 Jahren
Länge: 94 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS
Starttermin: 08.05.2003

Inhalt
Frank (Jason Statham, Bube, Dame König grAS / Snatch) ist “Transporter.” Er transportiert alles und jedes von Ort A nach Ort B. Er ist schnell, er ist gut und er hat drei Regeln: 1) Ist ein Geschäft einmal gemacht, kann man den Inhalte nicht neu verhandeln 2) Keine Namen und 3) niemals die Fracht öffnen. Mit diesen Regeln ist Frank bisher gut gefahren. Nur bei seinem letzten Auftrag hat er Regel Nummer 3 gebrochen - er hat das Paket geöffnet. In dem “Paket” befindet sich die hübsche Lai Kwai (Qi Shu, So Close). Als er sein Paket abliefert, merkt der Auftraggeber Wallstreet (Matt Schulze, The Fast And The Furious) das er das Paket geöffnet hat.

Wallstreet bittet Frank noch eine Lieferung zu machen. Diesmal geht es um einen Metallkoffer. Frank nimmt an, doch als er Rast macht fliegt sein Wagen in die Luft - und das macht so Frank richtig sauer. Er fährt zurück zu Wallstreet und seinen Helfern. Dort findet er Lai Kwai die er widerwillig mit nach Hause nimmt. Die erzählt ihm das die Sache viel großer ist als Frank am Anfang angenommen hat, denn es geht um Menschenschmuggel. Aber es kommt noch schlimmer, denn Lai’s Vater hängt damit drinnen. Zusammen mit Lai Kwai macht sich Frank auf um den Schmuggel aufzudecken und den Gangstern das Handwerk zulegen. Doch das ist einfacher gesagt als getan…

Review
“WOW” - genau das ist das Wort was man nach diesem Film sagt. Denn wer die vorherigen Filme von Jason Statham kennt - dazu zählen “Bube Dame König, grAS”, “Snatch”, “Mean Machine” und “The One” - kennte ja seine bisherigen Rollen. Die waren Weißgott nicht schlecht - nein, manche waren sogar sehr kultig wie z.B. die des Turkish in “Snatch”, aber Matial-Arts Kämpfe, wie man sie in “The Transporter” sieht, war man von Statham bisher nicht gewohnt.

Doch diese meistert hervorragend und in manchen Szenen kann er einem Jackie Chan sogar das Wasser reichen (z.B. in der Szene wo er zwei Typen mit seinem Hemd fesselt). Statham hat wohl für diese Rolle einiges an Muskeln antrainiert, denn sein “breites Kreuz” ist in Filmen wie “Snatch” nicht besonders zur Geltung gekommen. Eine verwunderliche, aber durchaus bemerkenswerte, Wahl ist die von Statham für die Hauptrolle. Hierfür muss man der Casting-Crew ein dickes Lob aussprechen das sie sich für Statham entschieden haben - eine sehr gute Wahl!

Mir persönlich ist Statham seit seinem ersten (international bekannten) Film “Bube Dame König grAS” schon sehr sympathisch. Sympathischer als so manch anderen Action-Hero aus Hollywood. Hoffentlich sehen wir noch mehr von Ihm in nächster Zeit.

Für die guten Martial Arts Kämpfe zeichnet sich Corey Yuen, einer der beiden Regisseure, verantwortlich. Corey Yuen hat in Hongkong schon einige Martial Arts-Filme gedreht (u.a. So Close / Jet Li’s The Enforcer) und als Action Choreograph bei einigen Filmen (Kiss of the Dragon / The One oder Romeo Must Die) mitgewirkt. Louis Leterrier, der zweite Regisseure von “The Transporter”, ist zwar noch recht neu im Geschäft und bestreitet mit diesem Film auch sein Regiedebüt, aber .

Der Film wurde von Luc Besson produziert der ebenfalls auch das Drehbuch schrieb. Ob der Film jetzt wirklich das Massenpublikum anspricht bleibt abzuwarten. Martial Arts-Fans und Fans des französischen Kino (zu dem ich seit den Filmen “Der Pakt der Wölfe” und “Die purpurnen Flüsse” auch zähle) sei der Film ans Herz gelegt.

Fazit
Für Martial Arts- und Jason Statham-Fans ein absolutes Muss!

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Unzertrennlich

Unzertrennlich Cover

Titel: (Original): Unzertrennlich (Stuck On You)
Genre: Comedy
Produktion: USA 2003
Regie: Bobby Farrelly & Peter Farrelly
Darsteller: Matt Damon, Meryl Streep, Frankie Muniz, Eva Mendes, …
Musik: Tom Wolf
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 114 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS
Starttermin: 01.01.2004

Inhalt
Bob (Matt Damon, Good Will Hunting / Die Bourne Identität) und Walt (Greg Kinnear, E-Mail für Dich / Männerzirkus) sind Brüder und die besten Freunde. Sie lassen sich von nichts und niemanden trennen - vor allem nicht, weil sie an der Hüfte über 20cm zusammen gewachsen sind. Schon als Kinder wurde den beiden klar, das sie immer den selben Weg haben werden und kommen seit dem mit diesem Umstand wunderbar klar.

Mittlerweile können sie sich das Leben ohne den anderen gar nicht mehr vorstellen und so betreiben die beiden einen Schnellimbiss in dem verschlafenen Dorf Martha’s Vineyard. Ihr Leben wäre perfekt, wenn sich Walt nicht als angehender Schauspieler sehen würde und gerne in Hollywood Fuß fassen möchte.

Dort will er sein Glück versuchen, doch zwischen ihm und Hollywood steht noch Bob. Dieser ist von der Idee nicht sonderlich begeistert, lässt sich aber von Walt überreden nach Los Angeles zu fliegen. In L.A. lebt auch seine langjährige Internet-Bekanntschaft May (Wen Yann Shih, Timecop 2), die er bei dieser Gelegenheit vielleicht auch mal persönlich treffen kann.

Durch Zufall treffen die beiden auf einem Studiogelände die Schauspielerin und Sängerin Cher (Cher, Meerjungfrauen küssen besser), die Walt prompt für ihre TV-Serie engagiert. Cher spielt allerdings mit dem Hintergedanken das die Studiobosse die Serie absetzten und sie aus ihrem Vertrag entlassen. Doch die Serie entwickelt sich zu einem Erfolg und so wird nicht nur das brüderliche Verhältnis auf die Probe gestellt, sondern auch die Geduld von Cher….

Review
Peter und Bobby Farrelly sind Komödien-Fans schon seit längerem ein Begriff. 1994 drehten sie mit dem damals noch recht unbekannten Komiker Jim Carrey einen Blödelfilm unter dem aussagekräftigen Titel “Dumm und Dümmer”. Dieser Film entwickelte sich weltweit zu einem sehr großen Erfolg und seit dem ging es mit der Karriere der beiden Brüder in Hollywood steil bergauf.

Auch die nachfolgenden Filme entwickelten sich zu weltweiten Hits und gipfelten 1998 in der Komödie “Verrückt nach Mary”, der beste Film der Farrelly Brüder. Doch seit “Verrückt nach Mary” haben die beiden Brüder ein Faible für gewagte Themen. 2000 wagten sie sich - wieder mit Jim Carrey - an das Thema gespaltene Persönlichkeit in ihrem Film “Ich, beide und Sie” und 2001 an das heikle Thema Übergewicht mit dem Film “Schwer verliebt”.

Diese beiden Filme behandelten das Thema mit der nötigen Distanz, aber an die Klasse von “Verrückt nach Mary” kamen diesen beide Film nicht heran. Auch in “Unzertrennlich” wagen sich die beiden Farrelly Brüder wieder an ein heikles und gewagtes Thema - siamesische Zwillinge. Auch bei “Unzertrennlich” wahren Peter und Bobby Farrelly den nötigen Abstand, allerdings auch auf Kosten der Komik.

Zwar gibt es hier und da einige sehr gut gelungene Szenen, aber letztendlich verlässt der Zuschauer etwas enttäuscht das Kino. Auch “Unzertrennlich” schafft es nicht, die Klasse von “Verrückt nach Mary” zu erreichen und bietet seinem Publikum nur mittelmäßige Unterhaltung.

Zunächst planten die beiden Farrelly Brüder die Rollen mit Jim Carrey und Woody Allen zu besetzen. Allerdings lehnte Jim Carrey die Rolle ab und so wurden Matt Damon und Greg Kinnear für die Rollen gecastet. Die beiden schlagen sich eigentlich ganz gut gegen die flaue Story, aber beide Schauspieler haben schon einmal bessere Leistungen gezeigt.

Ganz witzig ist Rolle von Cher, die sich einfach selbst spielt. Dies war zunächst im Originaldrehbuch nicht geplant, aber den beiden Farrelly Brüdern gefiel die Idee so gut, das sie das Drehbuch daraufhin abändern ließen. Leider fehlt dem Film die typische sarkastische Note, wie sie in den früheren Farrelly Filmen zu sehen war. Es bleibt nur zu hoffen, das die beiden Brüder diesen tiefschwarzen Humor für ihre nächsten Projekte wieder finden.

Etwas enttäuschend fand ich die Rolle von Eva Mendes, die sich in diesem Film “dümmer” gibt, als sie in Wirklichkeit ist. Wer Eva Mendes aus ihren anderen Filmen kennt - wie zum Beispiel “2 Fast 2 Furious” (2003), “Irgendwann in Mexico” (2003) oder “Training Day” (2001) - weiß das Mrs. Mendes viel mehr zu bieten hat (schauspielersich - wohl gemerkt!).

Fazit
Alles in allem ist “Unzertrennlich” ein Film für einen verregneten Samstagabend - ganz unterhaltsam, aber nichts Besonderes.

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Dawn of the Dead

Dawn of the Dead Cover

Titel: (Original): Dawn of the Dead (Dawn of the Dead)
Genre: Horror
Produktion: USA 2004
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Sarah Polley, Mekhi Phifer, Ving Rhames, Jake Weber, …
Musik: Tyler Bates
FSK: ab 18 Jahren
Länge: 100 Min.
Ton: Dolby Digital | DTS | SDDS
Starttermin: 15.04.2004

Inhalt
Everett, Wisconsin: Ana Clark (Sarah Polley, Mein Leben ohne mich / Go) arbeitet im örtlichen Krankenhaus und freut sich jeden Abend nach einer langen Schicht nach Hause zu kommen. So ist es auch heute Abend und zu Hause erwartet sie ihr Mann mit dem sie gemeinsam den Abend verbringt.

Als ihr Mann am nächsten Morgen aufwacht, steht die Tochter des Nachbarn in ihrem Schlafzimmer und fällt plötzlich blutrünstig ihren Mann an. Nur mit viel Mühe und ganz knapp kann sie dem Chaos entkommen. Doch schon bald stellt sie fest, das die ganze Stadt voller blutrünstiger Zombies ist.

Ana trifft bald auf eine kleine Gruppe überlebender, die aus dem wortkargen Polizisten Kenneth (Ving Rhames, Mission: Impossible 1+2 / Sin), dem zurückhaltenden Michael (Jake Weber, U-571 / Rendezvous mit Joe Black), dem abgebrühten Andre (Mekhi Phifer, ER (TV), 8 Mile) und dessen schwangeren Frau besteht.

Gemeinsam verschanzen sie sich in einem Einkaufszentrum, während die Welt zu einem wahrhaftigen Alptraum mutiert. Denn wenn in der Hölle kein Platz ist, kommen die Toten auf die Erde!

Review
Über 25 Jahren sind mittlerweile vergangen seit George A. Romero mit seinem Zombiefilm “Dawn Of The Dead” (deutscher Titel: “Zombie - Dawn Of The Dead” oder “Zombie - Das Original”) die Welt schockierte. Immer wieder versuchten sich Produzenten und Regisseure die Rechte bei Richard P. Rubinstein (dem Produzenten des Originals) für ein Remake zu sichern - doch Rubinstein lehnte die Angebote jedes Mal ab.

Dies änderte sich allerdings als die Produzenten Eric Newman und Marc Abraham bei Rubinstein auf der Matte standen. Mit ihrem Zombie-Enthusiasmus überzeugten sie letztendlich den ehemaligen Produzenten von dem Remake-Vorhaben. Obwohl Rubinstein zunächst noch einige Bedenken hatte, dass Universal während der Produktion das Remake zu einem “anspruchsvollen” Film sterilisieren wollte, vertraute er auf den guten Ruf von Marc Abraham.

Abraham und Newman waren sich einig, das sie nur mit einem modernem Drehbuch, einer hervorragenden Besetzung und einem hohen Budget dem Original gerecht werden konnten. Während der Dreharbeiten überließen Universal die kreative Kontrolle völlig der Filmcrew unter der Leitung vom ehemaligen Werberegisseur Zack Snyder. Für die Produktion stand Snyder ein Budget von 28 Millionen Dollar zur Verfügung, das in keiner Weise für überhöhte Gagen verschwendet wurde.

Auf der Basis von George A. Romeros Drehbuch aus dem Jahre 1978 schrieb Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler James Gunn das Drehbuch für das Remake. Wie im Original wird die Herkunft der Plage kaum erläutert, sondern konzentriert sich nach einer sehr kurzen Einführung direkt auf das Schicksal der letzten Überlebenden. Durch diesen Schritt wurde eine packende Atmosphäre erzeugt, die den Zuschauer genauso im Dunklen lässt, wie die Protagonisten auf der Leinwand.

Gunn kombiniert die düstere und apokalyptische Handlung mit viel schwarzem Humor und Sarkasmus - so wird zum Beispiel im Kaufhaus die Melodie des Klassikers “Don’t Worry, Be Happy” gespielt. Allerdings verliert er hin und wieder die Logik aus den Augen, doch für einen Horrorfilm ist “Dawn of the Dead” in sich ziemlich schlüssig und entführt den Zuschauer für eineinhalb Stunden in eine gruselige und blutige Welt.

Aber nicht nur das gute Drehbuch machen “Dawn of the Dead” zu einem der besten Studio-Horrorfilme der letzten Jahre, sondern auch die hervorragende Besetzung. Mit Sarah Polley verpflichtet man eine überzeugende und talentierte Schauspielerin, die schon in “Mein Leben ohne mich” überzeugen konnte. Mit Ving Rhames und Mekhi Phifer engagierten die Produzenten zwei der besten schwarzen Schauspieler in Hollywood. Aber auch die restliche Besetzung spielt sehr gut und kann in ihren Rollen überzeugen.

Mit der optisch ansprechenden Bebilderung des Films wurde Kameramann Matthew F. Leonetti beauftragt, der schon bei Filmen wie “2 Fast 2 Furious” (2003), “Rush Hour 2″ (2001) oder “Star Trek: Der Aufstand” (1998) viel Erfahrung sammeln konnte. Leonetti und Cutter Niven Howie bannten einige außergewöhnliche Slow-Motion Szenen auf Celluloid, die sogar John Woo neidisch machen würden. Aber nicht nur ungewöhnliche Kameraeinstellungen, sondern auch gelungene Kamerafahrten hat “Dawn of the Dead” zu bieten.

Laut Internet-Gerüchten soll die erste Fassung von “Dawn of the Dead” so blutig gewesen sein, das die amerikanische MPAA (entspricht der deutschen FSK) den Film mit einer Freigabe von “NC-17″ freigegeben hatte. Obwohl die amerikanischen Verleiher Filme mit einer “NC-17″ Freigabe im Kino veröffentlichen dürfen, weigern sich amerikanische Kinobetreiber diese Filme in ihr Programm aufzunehmen. Auf diesem Grund wurden (angeblich) ca. 20 Minuten aus dem Film entfernt, um eine “R” Freigabe zu erreichen.

Die deutsche Fassung entspricht der amerikanischen “R” Fassung - weitere Schnitte wurden nicht vorgenommen. Man darf gespannt sein, ob auf der amerikanischen oder deutschen DVD eine andere (sprich “Unrated” oder “Director’s Cut”) Fassung erscheint oder ob diese Szenen als “Deleted Scenes” auf der DVD zu sehen sind.

“Dawn of the Dead” versteht sich nicht als 1:1 Remake des Klassikers, sondern als moderne Neuinterpretation. In meinen Augen ist das Remake um Längen unterhaltsamer als das Original und für jeden Horrorfan sehr zu empfehlen.

Fazit
Sehr unterhaltsamer und spannender Horrorfilm mit einer Prise schwarzem Humor und Ironie.

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Walking Tall

Walking Tall Cover

Titel: (Original): Walking Tall - Auf eigene Faust (Walking Tall)
Genre: Action
Produktion: USA 2004
Regie: Kevin Bray
Darsteller: Johnny Knoxville, Khleo Thomas, Dwayne “The Rock” Johnson, Neal McDonough, …
Musik: Graeme Revell
FSK: ab 16 Jahren
Länge: 83 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS
Starttermin: 15.07.2004

Inhalt
Der ehemalige U.S. Special Forces Soldat Chris Vaughn (The Rock) kehrt nach acht Jahren in seine Heimatstadt Ferguson zurück. Das kleine und idyllische Holzfällerstädtchen aus seiner Jugend hat sich in einen Sumpf aus Drogen, Verbrechen und Gewalt verwandelt.

Der größte Arbeitgeber ist nicht mehr das Sägewerk, sondern ein Casino namens Wild Cherry, welches von Chris Highschool-Rivalen Jay Hamilton (Neal McDonough) betrieben wird. Chris Vater (John Beasley) ist seit der Schließung des Sägewerks arbeitslos, nur seine Schwester Michelle (Kristen Wilson) arbeitet als Rettungssanitäterin beim Rettungsdienst.

Als sein Neffe Pete (Khleo Thomas) fast an einer Überdosis Crystal Meth stirbt, ist die Geduld von Chris am Ende. Mit einem Holzprügel bewaffnet macht sich Chris auf den Weg ins Casino und macht es samt Sicherheitsleuten zu Kleinholz. Trotz des großen Einflusse von Jay kommt Chris wieder auf freien Fuß und verspricht als neuer Sheriff für Recht und Ordnung zu Sorgen.

Ein Vorhaben, das seinem alten Kumpel Jay nicht gefällt. Mit allen Mitteln versucht er Chris an seinem Vorhaben zuhindern, doch der kämpft ebenfalls mit allen Mitteln und auf eigene Faust!

Review
Obwohl - oder gerade weil - die Geschichte von “Walking Tall - Auf eigene Faust” auf einer wahren Begebenheit basiert, ist die Handlung ziemlich durchsichtig und der Zuschauer erahnt das Ende schon beim Vorspann. Dennoch wurde das Action-Drama von Regisseur Kevin Bray solide und unterhaltsam umgesetzt. Der ehemalige Musikvideo-Regisseur (unter anderem Savage Garden und Whitney Houston) machte sein (Filmregie-) Debüt mit der Action-Komödie “All About The Money” (2002), in der Ice Cube und Mike Epps die Hauptrollen spielen.

Für seinen neuen Film verpflichtet Bray den Wrestling-Star Dwayne Johnson, den viele besser unter dem Namen “The Rock” kennen. Sein schauspielerisches Debüt machte “The Rock” in der Fortsetzung von “Die Mumie” mit der wortkargen Rolle des “Scorpion King”. Bereits Anfang des Jahres konnte man ihn in der Action-Komödie “Welcome To The Jungle” neben Seann William Scott sehen. Während “Welcome To The Jungle” mehr auf Action und Witz setzt, kommt bei “Walking Tall” noch eine dramatische Seite hinzu.

Die ersten 45 Minuten beschäftigen sich mit der Einführung der Charaktere (und deren Beziehungen zueinander). In den letzten 45 Minuten lässt es Regisseur Kevin Bray und Hauptdarsteller The Rock so richtig krachen. Die Actionszenen in der letzten Hälfte sind unterhaltsam und optisch ansprechend umgesetzt. Jedoch ist der Film mit seiner Laufzeit von nur “87″ Minuten zu kurz um sowohl die dramatische Seite, wie auch die Action unterzubekommen.

Die Verteilung zwischen Drama und Action hätte die vier Drehbuchautoren besser verteilen können. Dabei basiert das Drehbuch auf einem ersten Skript von Mort Briskin, welche von David Klass, Channing Gibson, David Levien und Brian Koppelman zu einem Drehbuch weiter verarbeitet wurde. Hauptdarsteller The Rock spielt seine Rolle ganz gut, obwohl mir seine Darstellung in “Welcome To The Jungle” besser gefallen hat. Vergleicht man ihn mit den Action-Helden der frühen Neunziger - wie Steven Seagal oder Jean-Claude Van Damme - hat The Rock (unglaublich, aber wahr) sehr viel Talent.

Neben The Rock kann man den ehemaligen Jackass-Darsteller Johnny Knoxville sehen. Knoxville hatte schon nach “Jackass: The Movie” (dem Film zur abgedrehten MTV Serie) angekündigt, sich mehr auf seine schauspielerische Karriere zu konzentrieren. Eine erste kleinere Rolle spielte er bereits in der Fortsetzung zum Blockbuster “Men in Black” und demnächst kann man ihn in der Komödie “The Ringer” sehen, die von Bobby und Peter Farrelly produziert wurde. Seine Rolle in “Walking Tall” passt hervorragend zu Knoxville und seinen schauspielerischen Fähigkeiten.

Obwohl “Walking Tall” unterhaltsam und solide inszeniert wurde, sollte man sich fragen, ob man den Film nicht lieber auf DVD oder Video ausleiht. Für Action-Junkie, The Rock-Fans und einem Kino-Quickie ist der Film sicherlich empfehlenswert.

Fazit
Im wahrsten Sinne des Wortes “kurzweiliges” Action-Drama mit einer durchsichtigen Handlung, aber solide umgesetzt.

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Die Eisprinzessin

Die Eisprinzessin Cover

Titel: (Original): Die Eisprinzessin (Ice Princess)
Genre: Comedy-Drama
Produktion: USA / Kanada 2005
Regie: Tim Fywell
Darsteller: Michelle Trachtenberg, Kim Cattrall, Joan Cusack, Hayden Panettiere, …
Musik: Christophe Beck
FSK: ohne Altersbeschränkung
Länge: 98 Min.
Ton: Dolby Digital | DTS | SDDS
Starttermin: 28.07.2005

Inhalt
Casey Carlyle (Michelle Trachtenberg), ein unsicherer Teenager, hat nur einen Traum: Sie will Eistänzerin werden. Doch davon will ihre starrköpfige Mutter (Joan Cusack) nichts wissen, für die es längst beschlossene Sache ist, dass Casey in Harvard studieren und Karriere machen soll.

Insgeheim himmelt das Mädchen jedoch Nikki (Kristen Olson), Tiffany (Jocelyn Lai) und Gen (Hayden Panettiere) an, drei Eislauf-Wunderkinder, die zwar etwas hochnäsig sind, aber bei Nationalen Wettbewerben jedes Mal mit sensationellen Leistungen überzeugen. Als Casey das Angebot erhält, mit Gen und deren Mutter (Kim Cattrall), einer in Ungnade gefallenen Eislaufmeisterin, zu trainieren, ergreift sie die Gelegenheit beim Schopf.

Auch wenn Streit mit ihrer Mutter vorprogrammiert ist, will Casey die Chance nicht verstreichen lassen, sich mit den Besten zu messen und eine Eisprinzessin zu werden!

Review
Über die Veröffentlichungspolitik mancher Filmverleiher lässt sich sicherlich stundenlange Diskussionen führen. Doch Buena Vista (internationaler Verleiher für Walt Disney Filme und Produktionen) überrascht mich bereits das zweite Mal. Bereits letztes Jahr brachte Buena Vista das Walt Disney Wintersportdrama “Miracle” (2004) mit Kurt Russell mitten im Sommer in die Kinos. Auch dieses Jahr “überrascht” Buena Vista mit dem Eiskunstlauf-Drama “Die Eisprinzessin” (2005) - der zweite Film in Folge, der im Sommer eine Wintersport-Thematik behandelt. Auch wenn der Sommer in Deutschland mehr oder weniger bescheiden ist, hätte der Film sicherlich ein größeres Zielpublikum wenn er in den Wintermonaten laufen würde.

Aber nicht nur der Startzeitpunkt ist für den Erfolg eines Films ausschlaggebend, sondern auch dessen Umsetzung, Handlung und die Besetzung. Wie bei Walt Disney üblich wurde beim Drehbuch von Hadley Davis und Meg Cabot (Plötzlich Prinzessin 1+2) sehr viel Wert auf “Familientauglichkeit” gelegt und somit ist auch nicht verwunderlich, das die zuckersüße Komödie ohne Altersfreigabe von der FSK freigegeben wurde. Der Film erzählt die Geschichte einer Außenseiterin - gespielt von der mittlerweile schon 20-jährigen Schauspielerin Michelle Trachtenberg -, die im Laufe des Films immer beliebter wird und plötzlich im Rampenlicht steht. Die Handlung hat man schon in etlichen Filmen - wie zum Beispiel “Plötzlich Prinzessin” (2002) - im Kino oder auf DVD gesehen.

Der TV-Erprobte Regisseur Tim Fywell machte sein Debüt Anfang der 90er Jahre mit der Fernsehserie “Brookside”. Seit seinem Debüt war Fywell als Regisseur für über 16 Fernsehserien und Fernsehfilme verantwortlich. Sein Kinodebüt machte er vor rund zwei Jahren mit dem Drama “I Capture The Castle” (2003). Mit “Die Eisprinzessin” präsentiert er jetzt seinen zweiten Kinofilm und setzt dabei auf niedliche und beinahe schon zuckersüße Umsetzung, die vor allem auf Mädchen als Zielpublikum ausgerichtet ist. Doch die beinahe nichts sagende Handlung wird selbst das Zielpublikum nur wenig faszinieren können. Für Erwachsene, die ihre Kinder ins Kino begleiten, bietet der Film nur wenige Höhepunkte.

Interessant hingegen ist die Besetzung des Films. Mit Kim Cattrall und Michelle Trachtenberg spielen zwei Schauspielerinnen in “Die Eisprinzessin” mit, die vorher in sehr freizügigen Rollen bzw. Filmen mitgewirkt haben. Kim Cattrall war über fünf Jahre als freizügige Samantha Jones in der Kultserie “Sex And The City” (1998-2004) im Fernsehen zu sehen. Auch Michelle Trachtenbergs letzter Film, die Samenstau-Komödie “EuroTrip” war dank “American Pie”-Klamauk sehr freizügig. Beide Schauspielerinnen lassen natürlich nicht ihre Hüllen in “Die Eisprinzessin” fallen, aber dennoch eine “mutige” Entscheidung von Walt Disney - die nach außen immer so sittlich und rein tun.

Michelle Trachtenberg kennt man in Deutschland aber nicht nur aus dem Film “EuroTrip”, sondern vielmehr durch ihre Rolle in der Fernsehserie “Buffy - Im Bann der Dämonen”. Die 20-jährige Schauspielerin machte ihr Debüt in der Fernsehserie “All My Children” im Jahre 1993 (in der Serie war sie bis 1996) zu sehen. Ihre erste Kinorolle hatte sie im Film “Harriet, die kleine Detektivin” (1996) und in den nachfolgenden Jahren spielte sie immer wieder kleinere und größere Nebenrollen in verschiedenen Fernseh- und Kinoproduktionen. Mit “Die Eisprinzessin” kann man sie seit längerer Zeit wieder einmal in einer Hauptrolle im Kino sehen.

In der Rolle der bösen und hochnäsigen Widersacherin kann man die 16-jährige Schauspielerin Hayden Panettiere sehen, die man zuletzt in der Komödie “Im Rennstall ist das Zebra los” (2005) im Kino sehen konnte. In meinen Augen ist Panettiere eine viel zu sympathische Schauspielerin um in der Rolle der hochnäsigen Widersacherin zu überzeugen. Alles in allem ist “Die Eisprinzessin” für die Zielgruppe (Mädchen im Alter von 6-12 Jahren) sicherlich ein ganz unterhaltsamer Kinonachmittag, alle anderen sollten lieber einen anderen Film besuchen.

Fazit
Niedliche und nichts sagende Komödie, die selbst Mädchen auf Dauer langweilt.

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7 Sekunden

7 Sekunden Cover

Titel: (Original): 7 Sekunden (7 Seconds)
Genre: Action
Produktion: GB / Schweiz / Rumänien 2005
Regie: Martin Wheeler
Darsteller: Wesley Snipes, Tamer Hassan, Tamzin Outhwaite, Pete Lee-Wilson, …
Musik: Neal Acree
FSK: ab 16 Jahren
Länge: 91 Min.
Ton: Dolby Digital
Starttermin: 23.08.2005

Inhalt
Captain Jack Tolliver (Snipes), ehemals Mitglied eines Delta-Force-Kommandos, hat den Überfall auf einen Geldtransporter bis ins kleinste Detail geplant. Doch plötzlich steht er mit einem wertvollen Van Gogh da - und ein Mitglied seiner Truppe wird von den eiskalten russischen Gangstern, die sich das Geld unter den Nagel gerissen haben, als Geisel festgehalten. Tolliver bleibt nur eine Möglichkeit: Ein Selbstmordkommando, in dem Feinde zu Verbündeten werden, der beste Freund sich als schlimmster Alptraum entpuppt und überleben eine tödliche Kunst ist!

Review
In den letzten Jahren ist es um Action-Star Wesley Snipes sehr ruhig geworden. Der afroamerikanische Schauspieler hatte sich Anfang der 90er Jahre mit Filmen wie “New Jack City” (1991), “Passengier 57″ (1992), “Die Wiege der Sonne” (1993) oder “Demolition Man” (1993) einen Platz unter den Action-Helden in Hollywood erkämpft. Ende der 90er konnte man Snipes noch in etlichen größeren Produktionen wie “Auf der Jagd” (1998) oder “The Art Of War” (2000) im Kino sehen. Doch seit 2000 haben es bisher nur die beiden Fortsetzungen von “Blade” in die deutschen Kinos geschafft - alle anderen Snipes Filme wurden als Video- oder DVD-Premieren veröffentlicht.

Sein neuester Action-Filme “7 Sekunden” erscheint weltweit ebenfalls nur als DVD-Premiere und lässt die Frage aufkommen, ob es sich bei Wesley Snipes immer noch um einen Action-Superstar handelt - wie es Sony Picture Home Entertainment auf der DVD-Hülle beschreibt. Auch sein nächster Film - der Action-Thriller “Unstoppable” - erscheint bzw. erschien weltweit nur als DVD-Premiere. Es scheint so, als würde Wesley Snipes so langsam aber sich das gleiche Schicksal erleiden wie seine anderen Action-Kollegen aus den 90er Jahren (wie zum Beispiel Steven Seagal oder Jean-Claude Van Damme, deren Filme auch nur noch als DVD-Premieren erscheinen).

Doch warum hat es “7 Sekunden” nicht bis ins Kino geschafft? Die Antwort wird dem Zuschauer schnell klar, denn bereits in den ersten Minuten bemerkt man selbst als nicht “fachkundiger” Zuschauer, dass es sich bei “7 Sekunden” um eine B-Movie Produktion handelt. Über das Budget ist (leider) nicht viel bekannt, dennoch wurde der Film überwiegend in Rumänien gedreht um die Produktionskosten niedrig zu halten. Rumänien bietet, für das durchaus actionreiche Drehbuch von Martin Wheeler, eine gute Kulisse.

Hinter der Kamera war Simon Fellows für das Action-Vehikel verantwortlich, der 2000 mit dem Kurzfilm “Jump” sein Regiedebüt feierte. Sein letzter Film war das Horror-Drama “Blessed” mit Heather Graham in der Hauptrolle, welches in Deutschland ebenfalls als DVD-Premiere erschien. Das es sich bei “7 Sekunden” um einen Actionfilm handelt, wird dem Zuschauer ebenfalls sehr schnell bewusst, denn die ersten 30 Minuten bestehen aus Nonstop-Action. Erst danach wird die Handlung “etwas” vertieft, bis kurz vor Schluss der große Showdown (oder Shoot-Down) kommt.

Mittlerweile handelt es sich bei den Action-Helden der 90er Jahren und jetzigen B-Movie Helden fast schon um eine große Familie. So wurde das nächste Drehbuch von Martin Wheeler bereits mit Steven Seagal verfilmt (und soll am 1. November in den USA starten) und Regisseur Simon Fellows hat bereits seinen neuesten Film “Second In Command” mit Jean-Claude Van Damme abgedrehte. Man hat langsam ein wenig das Gefühl, das Drehbücher, Regisseure und Schauspieler immer wieder neu gemischt werden, um (irgendwie) einen weiteren Action-Film zu drehen.

Wer mehr oder weniger “sinnlose” Action sehen möchte, der ist mit “7 Sekunden” bestens bedient. Immerhin ist der Film kurzweiliger und actionreicher als Snipes nächster Film “Unstoppable”, der in Deutschland ab dem 25.10.2005 in den Videotheken stehen wird.

Fazit
Actionreicher - wenn auch etwas sinnfreier und manchmal dümmlicher - Film mit Action-Star Wesley Snipes.

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