Titel: (Original): Dante’s Peak (Dante’s Peak)
Genre: Action-Drama
Produktion: USA 1997
Regie: Roger Donaldson
Darsteller: Pierce Brosnan, Linda Hamilton, Jamie Renae Smith, Jeremy Foley, …
Musik: John Frizzell & James Newton Howard
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 112 Min.
Ton: Dolby Digital | DTS
Starttermin: 10.04.1997
Inhalt
Willkommen in Dante’s Peak: Einem kleinen 8.000 Seelen Ort mitten in der idyllischen Bergwelt der nördlichen Cascades. Als Wissenschaftler in der Nähe von Dante’s Peak ungewöhnliche seismische Aktivitäten messen, soll Vulkanologe Harry Dalton (Pierce Brosnan) Vorort genauere Untersuche machen.
Zusammen mit seinem Team untersucht er den schlafenden Riesen und stellt erste Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch fest. Zusammen mit der Bürgermeisterin Rachel Wando (Linda Hamilton) versucht er die Stadt zu warnen, doch die anderen Bürger glauben nicht an die Schreckensmeldung.
Zu viel Geld und zu viel wirtschaftliches Interesse stehen auf dem Spiel und auch Harrys Chef Dr. Paul Dreyfuss (Charles Hallahan) glaubt nicht an eine Eruption des Vulkans. Er zieht sogar sein Team aus Dante’s Peak ab. Nur Harry bleibt, denn er glaubt, dass der Vulkan jederzeit ausbrechen kann - und wird…
Review
Katastrophenfilme treffen bestimmt nicht immer den Geschmack des breiten Publikums. Ich persönlich zähle allerdings zu einem Fan dieses Genres und freute mich daher sehr auf diesen Film. Der Trailer machte großen Appetit auf den Film und so saß ich erwartungsvoll im Kino und hoffte auf beste Unterhaltung. Mit dem Ergebnis von Regisseur Roger Donaldson war ich allerdings (nach dem ersten Kinogang) nicht ganz zufrieden, denn ich hatte mir von Film mehr Action erhofft.
Die erste Hälfe des Films beschäftigt sich mit der Vorgeschichte und nur in der letzten Hälfte lässt Regisseur Donaldson sein Effektgewitter auf den Zuschauer los. Die Gewichtung gefiel mir im ersten Augenblick nicht besonders gut und ich verließ etwas enttäuscht das Kino. Mit großer Hoffnung wartet ich auf den zweiten “Vulkan”-Film (gemeint ist “Volcano”), der bereits im Herbst in den deutschen Kinos anlaufen sollte.
Jedoch änderte sich meine Ansicht über den Film, als ich ihn mir ein zweites Mal anschaute (und zu diesem Zeitpunkt auch den Film der Konkurrenz kannte). Roger Donaldson geht in seinem Film sehr wissenschaftlich vor und versucht dem Publikum das Thema Vulkane und die damit verbundenen Gefahren auf einem sehr wissenschaftlichen Level näher zubringen. Die Actionszenen bzw. Katastrophenszenen nutzt er dabei nur um auf die ungeheure Zerstörungskraft solcher Vulkane hinzuweisen.
Diese wissenschaftliche Betrachtung lernte Regisseur Donaldson bereits als Geologie-Student am College. Doch dieses Grundwissen reichte ihm nicht aus und so recherchierte es weiter, um seinen Film so glaubwürdig wie möglich zu machen. Bei einigen Aspekten ist ihm das sicherlich gelungen, andere Stellen dagegen wirken etwas unglaubwürdig und manchmal auch etwas lächerlich (zum Beispiel die Szene, in der Brosnan versucht mit seinem Auto über die Lava zu fahren).
Das Drehbuch schrieb Leslie Bohem, der bereits für den Katastrophenfilm “Daylight” (mit Sylvester Stallone) das Drehbuch schrieb. Für die Spezialeffekte setzt man auf eine Kombination aus Modellen und Computereffekten. Die visuellen Effekte stammen dabei aus den Effekthäusern Digital Domain, CIS Hollywood und Cinesite (Hollywood). Auch für die Außenaufnahmen benutzte man moderne Computereffekte, denn der Vulkan und Teile der Berglandschaft wurden nachträglich in den Film kopiert.
Für Fans von Katastrophenfilmen wie “Twister” (1996) ist “Dante’s Peak” sicherlich sehr empfehlenswert. Alle anderen Kinogänger sollten gewarnt sein, das trotz (oder gerade wegen) der wissenschaftlichen Betrachtung, die Handlung sehr trocken und ein wenig flach wirkt. Letztendlich fand ich den Film - trotz meiner anfänglichen Enttäuschung - unterhaltsam und kurzweilig.
Fazit
Solider Katastrophenfilm mit einem gewissen Unterhaltswert - aber vielleicht etwas zu wenig Action.


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