Dawn of the Dead

Dawn of the Dead Cover

Titel: (Original): Dawn of the Dead (Dawn of the Dead)
Genre: Horror
Produktion: USA 2004
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Sarah Polley, Mekhi Phifer, Ving Rhames, Jake Weber, …
Musik: Tyler Bates
FSK: ab 18 Jahren
Länge: 100 Min.
Ton: Dolby Digital | DTS | SDDS
Starttermin: 15.04.2004

Inhalt
Everett, Wisconsin: Ana Clark (Sarah Polley, Mein Leben ohne mich / Go) arbeitet im örtlichen Krankenhaus und freut sich jeden Abend nach einer langen Schicht nach Hause zu kommen. So ist es auch heute Abend und zu Hause erwartet sie ihr Mann mit dem sie gemeinsam den Abend verbringt.

Als ihr Mann am nächsten Morgen aufwacht, steht die Tochter des Nachbarn in ihrem Schlafzimmer und fällt plötzlich blutrünstig ihren Mann an. Nur mit viel Mühe und ganz knapp kann sie dem Chaos entkommen. Doch schon bald stellt sie fest, das die ganze Stadt voller blutrünstiger Zombies ist.

Ana trifft bald auf eine kleine Gruppe überlebender, die aus dem wortkargen Polizisten Kenneth (Ving Rhames, Mission: Impossible 1+2 / Sin), dem zurückhaltenden Michael (Jake Weber, U-571 / Rendezvous mit Joe Black), dem abgebrühten Andre (Mekhi Phifer, ER (TV), 8 Mile) und dessen schwangeren Frau besteht.

Gemeinsam verschanzen sie sich in einem Einkaufszentrum, während die Welt zu einem wahrhaftigen Alptraum mutiert. Denn wenn in der Hölle kein Platz ist, kommen die Toten auf die Erde!

Review
Über 25 Jahren sind mittlerweile vergangen seit George A. Romero mit seinem Zombiefilm “Dawn Of The Dead” (deutscher Titel: “Zombie - Dawn Of The Dead” oder “Zombie - Das Original”) die Welt schockierte. Immer wieder versuchten sich Produzenten und Regisseure die Rechte bei Richard P. Rubinstein (dem Produzenten des Originals) für ein Remake zu sichern - doch Rubinstein lehnte die Angebote jedes Mal ab.

Dies änderte sich allerdings als die Produzenten Eric Newman und Marc Abraham bei Rubinstein auf der Matte standen. Mit ihrem Zombie-Enthusiasmus überzeugten sie letztendlich den ehemaligen Produzenten von dem Remake-Vorhaben. Obwohl Rubinstein zunächst noch einige Bedenken hatte, dass Universal während der Produktion das Remake zu einem “anspruchsvollen” Film sterilisieren wollte, vertraute er auf den guten Ruf von Marc Abraham.

Abraham und Newman waren sich einig, das sie nur mit einem modernem Drehbuch, einer hervorragenden Besetzung und einem hohen Budget dem Original gerecht werden konnten. Während der Dreharbeiten überließen Universal die kreative Kontrolle völlig der Filmcrew unter der Leitung vom ehemaligen Werberegisseur Zack Snyder. Für die Produktion stand Snyder ein Budget von 28 Millionen Dollar zur Verfügung, das in keiner Weise für überhöhte Gagen verschwendet wurde.

Auf der Basis von George A. Romeros Drehbuch aus dem Jahre 1978 schrieb Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler James Gunn das Drehbuch für das Remake. Wie im Original wird die Herkunft der Plage kaum erläutert, sondern konzentriert sich nach einer sehr kurzen Einführung direkt auf das Schicksal der letzten Überlebenden. Durch diesen Schritt wurde eine packende Atmosphäre erzeugt, die den Zuschauer genauso im Dunklen lässt, wie die Protagonisten auf der Leinwand.

Gunn kombiniert die düstere und apokalyptische Handlung mit viel schwarzem Humor und Sarkasmus - so wird zum Beispiel im Kaufhaus die Melodie des Klassikers “Don’t Worry, Be Happy” gespielt. Allerdings verliert er hin und wieder die Logik aus den Augen, doch für einen Horrorfilm ist “Dawn of the Dead” in sich ziemlich schlüssig und entführt den Zuschauer für eineinhalb Stunden in eine gruselige und blutige Welt.

Aber nicht nur das gute Drehbuch machen “Dawn of the Dead” zu einem der besten Studio-Horrorfilme der letzten Jahre, sondern auch die hervorragende Besetzung. Mit Sarah Polley verpflichtet man eine überzeugende und talentierte Schauspielerin, die schon in “Mein Leben ohne mich” überzeugen konnte. Mit Ving Rhames und Mekhi Phifer engagierten die Produzenten zwei der besten schwarzen Schauspieler in Hollywood. Aber auch die restliche Besetzung spielt sehr gut und kann in ihren Rollen überzeugen.

Mit der optisch ansprechenden Bebilderung des Films wurde Kameramann Matthew F. Leonetti beauftragt, der schon bei Filmen wie “2 Fast 2 Furious” (2003), “Rush Hour 2″ (2001) oder “Star Trek: Der Aufstand” (1998) viel Erfahrung sammeln konnte. Leonetti und Cutter Niven Howie bannten einige außergewöhnliche Slow-Motion Szenen auf Celluloid, die sogar John Woo neidisch machen würden. Aber nicht nur ungewöhnliche Kameraeinstellungen, sondern auch gelungene Kamerafahrten hat “Dawn of the Dead” zu bieten.

Laut Internet-Gerüchten soll die erste Fassung von “Dawn of the Dead” so blutig gewesen sein, das die amerikanische MPAA (entspricht der deutschen FSK) den Film mit einer Freigabe von “NC-17″ freigegeben hatte. Obwohl die amerikanischen Verleiher Filme mit einer “NC-17″ Freigabe im Kino veröffentlichen dürfen, weigern sich amerikanische Kinobetreiber diese Filme in ihr Programm aufzunehmen. Auf diesem Grund wurden (angeblich) ca. 20 Minuten aus dem Film entfernt, um eine “R” Freigabe zu erreichen.

Die deutsche Fassung entspricht der amerikanischen “R” Fassung - weitere Schnitte wurden nicht vorgenommen. Man darf gespannt sein, ob auf der amerikanischen oder deutschen DVD eine andere (sprich “Unrated” oder “Director’s Cut”) Fassung erscheint oder ob diese Szenen als “Deleted Scenes” auf der DVD zu sehen sind.

“Dawn of the Dead” versteht sich nicht als 1:1 Remake des Klassikers, sondern als moderne Neuinterpretation. In meinen Augen ist das Remake um Längen unterhaltsamer als das Original und für jeden Horrorfan sehr zu empfehlen.

Fazit
Sehr unterhaltsamer und spannender Horrorfilm mit einer Prise schwarzem Humor und Ironie.

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