Titel: (Original): Unzertrennlich (Stuck On You)
Genre: Comedy
Produktion: USA 2003
Regie: Bobby Farrelly & Peter Farrelly
Darsteller: Matt Damon, Meryl Streep, Frankie Muniz, Eva Mendes, …
Musik: Tom Wolf
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 114 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS
Starttermin: 01.01.2004
Inhalt
Bob (Matt Damon, Good Will Hunting / Die Bourne Identität) und Walt (Greg Kinnear, E-Mail für Dich / Männerzirkus) sind Brüder und die besten Freunde. Sie lassen sich von nichts und niemanden trennen - vor allem nicht, weil sie an der Hüfte über 20cm zusammen gewachsen sind. Schon als Kinder wurde den beiden klar, das sie immer den selben Weg haben werden und kommen seit dem mit diesem Umstand wunderbar klar.
Mittlerweile können sie sich das Leben ohne den anderen gar nicht mehr vorstellen und so betreiben die beiden einen Schnellimbiss in dem verschlafenen Dorf Martha’s Vineyard. Ihr Leben wäre perfekt, wenn sich Walt nicht als angehender Schauspieler sehen würde und gerne in Hollywood Fuß fassen möchte.
Dort will er sein Glück versuchen, doch zwischen ihm und Hollywood steht noch Bob. Dieser ist von der Idee nicht sonderlich begeistert, lässt sich aber von Walt überreden nach Los Angeles zu fliegen. In L.A. lebt auch seine langjährige Internet-Bekanntschaft May (Wen Yann Shih, Timecop 2), die er bei dieser Gelegenheit vielleicht auch mal persönlich treffen kann.
Durch Zufall treffen die beiden auf einem Studiogelände die Schauspielerin und Sängerin Cher (Cher, Meerjungfrauen küssen besser), die Walt prompt für ihre TV-Serie engagiert. Cher spielt allerdings mit dem Hintergedanken das die Studiobosse die Serie absetzten und sie aus ihrem Vertrag entlassen. Doch die Serie entwickelt sich zu einem Erfolg und so wird nicht nur das brüderliche Verhältnis auf die Probe gestellt, sondern auch die Geduld von Cher….
Review
Peter und Bobby Farrelly sind Komödien-Fans schon seit längerem ein Begriff. 1994 drehten sie mit dem damals noch recht unbekannten Komiker Jim Carrey einen Blödelfilm unter dem aussagekräftigen Titel “Dumm und Dümmer”. Dieser Film entwickelte sich weltweit zu einem sehr großen Erfolg und seit dem ging es mit der Karriere der beiden Brüder in Hollywood steil bergauf.
Auch die nachfolgenden Filme entwickelten sich zu weltweiten Hits und gipfelten 1998 in der Komödie “Verrückt nach Mary”, der beste Film der Farrelly Brüder. Doch seit “Verrückt nach Mary” haben die beiden Brüder ein Faible für gewagte Themen. 2000 wagten sie sich - wieder mit Jim Carrey - an das Thema gespaltene Persönlichkeit in ihrem Film “Ich, beide und Sie” und 2001 an das heikle Thema Übergewicht mit dem Film “Schwer verliebt”.
Diese beiden Filme behandelten das Thema mit der nötigen Distanz, aber an die Klasse von “Verrückt nach Mary” kamen diesen beide Film nicht heran. Auch in “Unzertrennlich” wagen sich die beiden Farrelly Brüder wieder an ein heikles und gewagtes Thema - siamesische Zwillinge. Auch bei “Unzertrennlich” wahren Peter und Bobby Farrelly den nötigen Abstand, allerdings auch auf Kosten der Komik.
Zwar gibt es hier und da einige sehr gut gelungene Szenen, aber letztendlich verlässt der Zuschauer etwas enttäuscht das Kino. Auch “Unzertrennlich” schafft es nicht, die Klasse von “Verrückt nach Mary” zu erreichen und bietet seinem Publikum nur mittelmäßige Unterhaltung.
Zunächst planten die beiden Farrelly Brüder die Rollen mit Jim Carrey und Woody Allen zu besetzen. Allerdings lehnte Jim Carrey die Rolle ab und so wurden Matt Damon und Greg Kinnear für die Rollen gecastet. Die beiden schlagen sich eigentlich ganz gut gegen die flaue Story, aber beide Schauspieler haben schon einmal bessere Leistungen gezeigt.
Ganz witzig ist Rolle von Cher, die sich einfach selbst spielt. Dies war zunächst im Originaldrehbuch nicht geplant, aber den beiden Farrelly Brüdern gefiel die Idee so gut, das sie das Drehbuch daraufhin abändern ließen. Leider fehlt dem Film die typische sarkastische Note, wie sie in den früheren Farrelly Filmen zu sehen war. Es bleibt nur zu hoffen, das die beiden Brüder diesen tiefschwarzen Humor für ihre nächsten Projekte wieder finden.
Etwas enttäuschend fand ich die Rolle von Eva Mendes, die sich in diesem Film “dümmer” gibt, als sie in Wirklichkeit ist. Wer Eva Mendes aus ihren anderen Filmen kennt - wie zum Beispiel “2 Fast 2 Furious” (2003), “Irgendwann in Mexico” (2003) oder “Training Day” (2001) - weiß das Mrs. Mendes viel mehr zu bieten hat (schauspielersich - wohl gemerkt!).
Fazit
Alles in allem ist “Unzertrennlich” ein Film für einen verregneten Samstagabend - ganz unterhaltsam, aber nichts Besonderes.


Bei Hitflip tauschen