Titel: (Original): Walking Tall - Auf eigene Faust (Walking Tall)
Genre: Action
Produktion: USA 2004
Regie: Kevin Bray
Darsteller: Johnny Knoxville, Khleo Thomas, Dwayne “The Rock” Johnson, Neal McDonough, …
Musik: Graeme Revell
FSK: ab 16 Jahren
Länge: 83 Min.
Ton: Dolby Digital, DTS
Starttermin: 15.07.2004
Inhalt
Der ehemalige U.S. Special Forces Soldat Chris Vaughn (The Rock) kehrt nach acht Jahren in seine Heimatstadt Ferguson zurück. Das kleine und idyllische Holzfällerstädtchen aus seiner Jugend hat sich in einen Sumpf aus Drogen, Verbrechen und Gewalt verwandelt.
Der größte Arbeitgeber ist nicht mehr das Sägewerk, sondern ein Casino namens Wild Cherry, welches von Chris Highschool-Rivalen Jay Hamilton (Neal McDonough) betrieben wird. Chris Vater (John Beasley) ist seit der Schließung des Sägewerks arbeitslos, nur seine Schwester Michelle (Kristen Wilson) arbeitet als Rettungssanitäterin beim Rettungsdienst.
Als sein Neffe Pete (Khleo Thomas) fast an einer Überdosis Crystal Meth stirbt, ist die Geduld von Chris am Ende. Mit einem Holzprügel bewaffnet macht sich Chris auf den Weg ins Casino und macht es samt Sicherheitsleuten zu Kleinholz. Trotz des großen Einflusse von Jay kommt Chris wieder auf freien Fuß und verspricht als neuer Sheriff für Recht und Ordnung zu Sorgen.
Ein Vorhaben, das seinem alten Kumpel Jay nicht gefällt. Mit allen Mitteln versucht er Chris an seinem Vorhaben zuhindern, doch der kämpft ebenfalls mit allen Mitteln und auf eigene Faust!
Review
Obwohl - oder gerade weil - die Geschichte von “Walking Tall - Auf eigene Faust” auf einer wahren Begebenheit basiert, ist die Handlung ziemlich durchsichtig und der Zuschauer erahnt das Ende schon beim Vorspann. Dennoch wurde das Action-Drama von Regisseur Kevin Bray solide und unterhaltsam umgesetzt. Der ehemalige Musikvideo-Regisseur (unter anderem Savage Garden und Whitney Houston) machte sein (Filmregie-) Debüt mit der Action-Komödie “All About The Money” (2002), in der Ice Cube und Mike Epps die Hauptrollen spielen.
Für seinen neuen Film verpflichtet Bray den Wrestling-Star Dwayne Johnson, den viele besser unter dem Namen “The Rock” kennen. Sein schauspielerisches Debüt machte “The Rock” in der Fortsetzung von “Die Mumie” mit der wortkargen Rolle des “Scorpion King”. Bereits Anfang des Jahres konnte man ihn in der Action-Komödie “Welcome To The Jungle” neben Seann William Scott sehen. Während “Welcome To The Jungle” mehr auf Action und Witz setzt, kommt bei “Walking Tall” noch eine dramatische Seite hinzu.
Die ersten 45 Minuten beschäftigen sich mit der Einführung der Charaktere (und deren Beziehungen zueinander). In den letzten 45 Minuten lässt es Regisseur Kevin Bray und Hauptdarsteller The Rock so richtig krachen. Die Actionszenen in der letzten Hälfte sind unterhaltsam und optisch ansprechend umgesetzt. Jedoch ist der Film mit seiner Laufzeit von nur “87″ Minuten zu kurz um sowohl die dramatische Seite, wie auch die Action unterzubekommen.
Die Verteilung zwischen Drama und Action hätte die vier Drehbuchautoren besser verteilen können. Dabei basiert das Drehbuch auf einem ersten Skript von Mort Briskin, welche von David Klass, Channing Gibson, David Levien und Brian Koppelman zu einem Drehbuch weiter verarbeitet wurde. Hauptdarsteller The Rock spielt seine Rolle ganz gut, obwohl mir seine Darstellung in “Welcome To The Jungle” besser gefallen hat. Vergleicht man ihn mit den Action-Helden der frühen Neunziger - wie Steven Seagal oder Jean-Claude Van Damme - hat The Rock (unglaublich, aber wahr) sehr viel Talent.
Neben The Rock kann man den ehemaligen Jackass-Darsteller Johnny Knoxville sehen. Knoxville hatte schon nach “Jackass: The Movie” (dem Film zur abgedrehten MTV Serie) angekündigt, sich mehr auf seine schauspielerische Karriere zu konzentrieren. Eine erste kleinere Rolle spielte er bereits in der Fortsetzung zum Blockbuster “Men in Black” und demnächst kann man ihn in der Komödie “The Ringer” sehen, die von Bobby und Peter Farrelly produziert wurde. Seine Rolle in “Walking Tall” passt hervorragend zu Knoxville und seinen schauspielerischen Fähigkeiten.
Obwohl “Walking Tall” unterhaltsam und solide inszeniert wurde, sollte man sich fragen, ob man den Film nicht lieber auf DVD oder Video ausleiht. Für Action-Junkie, The Rock-Fans und einem Kino-Quickie ist der Film sicherlich empfehlenswert.
Fazit
Im wahrsten Sinne des Wortes “kurzweiliges” Action-Drama mit einer durchsichtigen Handlung, aber solide umgesetzt.


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